Fragen zu Bio-Kaminen / Bio-Feuer / Bioethanol-Kaminen / Bioethanol-Feuer / FAQ

Wissenswertes über Biokamine / Bio-Feuer / Bioethanol-Kamine / Bioethanol-Feuer

Kamin-Lexikon, Biokamine im Wohnbereich

Vorweg gesagt:

Ein Dekofeuer oder Ethanolkamin ersetzt keine Heizquelle im herkömmlichen Sinne. Es ist laut Gesetzgeber keine Wärme- oder Heizquelle. Sondern eben ein Dekofeuer im Sinne einer Kerze.

Dennoch enthält Bioethanol eine gewisse Anzahl Kalorien, die wir bei Genuss von alkoholischen Getränken ja auch zu uns nehmen. Wie Sie sicher wissen, sind diese nicht zu knapp vorhanden, denn Schnaps und Bier enthalten reichlich davon.

Sprechen wir also besser von einem Brennwert, damit eifrige Gesetzeshüter keinen Anlass zu klagen bekommen:

Der Brennwert von 100-prozentigem Bioethanol liegt bei etwa 7,4 kWh/kg. Also Wattstunden pro Kilogramm. Damit entsteht bei der Verbrennung von 1 kg reinem Bioethanol genauso viel Energie wie bei ca. 1,75 kg lufttrockenem Holz, 1,5 kg Holzpellets, 1,3 kg Braunkohlebriketts oder etwa bei 0,65 kg leichtem Heizöl.

Es dürfen laut Gesetzgeber aber nur maximal 0,5 Liter Brennstoff pro Stunde verbraucht/verbrannt werden, was zu einer maximalen Wärmeleistung von ca. 3,13 Kilowatt Energie pro Stunde führt.

Dieser Wert muss, wenn man von der entstandenen Energie im Raum spricht, um den Verlust reduziert werden, der durch die notwendige Frischluftzufuhr entsteht. Durch das, je nach Raumgröße mehr oder weniger häufige Lüften. Dadurch wird der Sauerstoffverbrauch bei der Verbrennung ausgegleichen.

Die meisten Dekofeuerstellen verbrauchen zwischen 0,1 und 0,4 Litern pro Stunde. Bei 300 Millilitern entsteht dabei immernoch eine Energie von über 2 KW, wobei die gefühlte Wärme durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit immer wesentlich höher liegt.

So wie wir im Sommer Wärme bei feuchter Luft viel intensiver erleben (z. B. Gewitterluft oder Tropen), können 5 Grad + Aussentemperatur bei hoher Luftfeuchtigkeit viel unangenehmer sein, als 5 Grad minus bei trockener Luft.

Dieser Effekt ist massgeblich bei der Wahrnehmung von warmen Abgasen der Bioethanolverbrennung.